Hunde im Gottesdienst

Immer wieder kommt es vor, dass Urlauber*innen ihre Hunde mit in die Kirche nehmen.
Ruhig, still, fast andächtig sitzen die Vierbeiner zwischen uns Zweibeinern.
Manchmal - nur ganz selten - ist ein kurzes Bellen zu vernehmen.

Vor einigen Wochen brachte eine Frau ihren Labrador zu einem Gottesdienst am Strand mit.
Aufmerksam lauschte er den Worten und dem Gesang.
Achtsam nahm der Hund die untergehende Sonne wahr.
Andachtsvoll folgte er dem Gottesdienst.
Ich hatte Freude an dem Hund und seiner Art, in dieser wunderbaren Gottesdienst-Umgebung die Einmaligkeit der Schöpfung Gottes zu beobachten und zu bestaunen.
Im Einklang mit sich selbst, mit den Menschen und mit Gott.

An diesem Sonntag feiern wir Franz-von-Assisi; einen, dem man eine große Tierliebe nachsagt.
Verschiedene Lebensgeschichten und Legenden erzählen davon.
Möglicherweise hat er ähnliche Erfahrungen gemacht, wie wir Gottesdienstfeiernde am Strand.

So manches Tier und sein Verhalten vor der eindrucksvollen und imponierenden Welt könnte für uns eine Motivation sein, Gott in Allem zu entdecken.

Der Labrador gab Zeugnis davon.

Von Herzen wünsche ich Ihnen einen gesegneten Erntedank-Sonntag, der einlädt die Schöpfung zu bestaunen und dem Schöpfer aller Kreatur zu danken. 


Ihr
Egbert Schlotmann, 
Pfarrer in St. Willehad